SG Kylltal I – SG Winterspelt 2:0 (1:0)

Lauer Frühlingskick mit punktuellen Highlights

Nach der unnötigen Niederlage letzte Woche gegen Mehlental war die Devise für das Heimspiel gegen Winterspelt eindeutig: Drei Punkte! Mit diesen wollte man Platz drei sichern und Schneifel bei einem möglichen Patzer, der leider ausblieb, auf die Pelle rücken.

Für das Kuriosum des Tages sorgte Björn Thömmes, der nicht nur während der 90 Minuten auf dem Platz und danach hundert Prozent gibt, sondern offensichtlich auch davor. Er verletzte sich im Zweikampf mit den Trikots beim Taschepacken, sodass er kurzfristig ausfiel. Dieses Foul bleibt nicht ungeahndet, denn die Trikots werden für ein Spiel gesperrt und müssen nächste Woche aussetzen. Zudem konnte unser Neuzugang und Geheimwaffe aus Polen, Kacper Gierwatowski, sein Debüt im Dress der SG Kylltal feiern und sollte direkt von Anfang an mithelfen, dem Gegner die drei Punkte zu klauen.

Das eigentlich Wesentliche, das Spiel, ist relativ schnell erzählt. In der ersten Halbzeit machten die Gäste aus Winterspelt deutlich mehr Druck, waren agiler und lauffreudiger als die Heimmannschaft vom Kylltal, die zuweilen das schöne Wetter genoss und über den Platz flanierte. Angetan von solchem Gleichmut waren die Winterspelter gnädig und kamen trotz ihres Zugs zum Tor entweder nicht zu nennenswerten Torchancen, nutzen ihre wenigen nicht oder wurden von der meist gut postierten Abwehr der SG Kylltal am Abschluss gehindert. Und so kam es, wie es kommen musste. Markus Oel, der als Stürmer aufgeboten wurde, setzte bei einem gegnerischen Verteidiger nach, nachdem dieser den Ball sicher zu haben schien, luchste das Spielgerät ab und legte quer zu Sebastian Becker zentral vor das Tor, welcher wiederum das Auge für den mitgelaufenen Jens Burggraf hatte, der blank aus halblinker Position auf das Tor zulaufen konnte und gegen die Laufrichtung des Keepers einnetzte (27. Minute). In der Folge kam die Heimmannschaft vermehrt zu Chancen, ohne diese zu nutzen. Gleiches galt für den Gegner. Und so ging es mit einer 1:0-Pausenführung für die SG Kylltal in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich anfänglich ein ähnliches Bild. Die Gäste drängten auf den Ausgleich, blieben aber ohne Fortune im Abschluss. Lediglich zwei Angriffe wurden gefährlich. Nach einem Freistoß, den Kylltal-Schlussmann Gleißner nur abwehren konnte, ergab sich die Nachschussmöglichkeit, welche aber ebenfalls mangels Präzision vom noch am Boden krabbelnden Torwart gehalten werden konnte. Gleiches galt für einen Torschuss aus kurzer Distanz, welcher von Gleißner noch mit dem Fuß am langen Pfosten vorbei gelenkt wurde. Ansonsten war die Abwehr um Turm und Kapitän Kevin „CoKe“ Lotzkes sattelfest. Mit zunehmender Spieldauer hatten die Hausherren aber immer mehr Spielanteile und trugen sehenswerte Angriffe vor. Gute Chancen durch Markus Oel, Leon Morbach oder auch Fabian Schun verfehlten ihr Ziel nur knapp. Kurz vor Ende der Partie war Oel dann plötzlich auf und davon mit freier Bahn Richtung Tor, wurde jedoch kurz vorm Strafraum gepflegt gelegt. Am Muttertag kann man wohl keinem böse sein, weswegen diese Notbremse ungeahndet blieb und es „nur“ einen Freistoß gab. Doch aus einem Freistoß aus guter Position wird schnell ein gefühlter Elfmeter, wenn man Jens „The Hammer“ Burggraf in seinen Reihen weiß, der in der Lage ist, eine „Kanone“ abzufeuern. So geschah es dann auch – er kam, nahm Maß und versenkte den Ball flach in unmittelbarer Pfostennähe des Torwartecks (85. Minute). Damit war der Deckel drauf, das Spiel entschieden und das Heimspiel bei bestem Muttertags-Wetter rundum gelungen.

Fazit des Spiels: Die Nummer 17 war bisher im bzw. eher am falschen Körper! Das musste Coach Frank Steil dem kurzfristig an den AS Rom verliehenen Kevin Fries direkt nach Spielende mitteilen. Fortsetzung folgt...

...und zwar schon am nächsten Sonntag auf dem einzigartigen Geläuf in Auw bei Prüm gegen den Tabellenzweiten Schneifel II.

Es spielten: Gleißner – Harings, Feltes, Lotzkes, Felix Schun – Becker (82. Hotz), Ludwig, Gierwatowski (67. N. Schun), Morbach (63. Fabian Schun) – Burggraf (Nummer 17), Oel