Steil gehen und Kräfte bündeln im Kylltal

Gute Nachrichten für die SG Kylltal. Trainer Frank Steil bleibt der SG Kylltal als Trainer der 1. Mannschaft erhalten

In der vergangenen Saison war er maßgeblich am Aufschwung nach dem misslungenen Saisonstart beteiligt und konnte mit seinem Team letztendlich souverän den Klassenerhalt in der B-Klasse erreichen. Nun gab er grünes Licht für eine weitere Saison als Trainer der SG I. Ein gutes Signal für alle.

Strukturell wird es im Bereich der SG Kylltal Senioren weitere Veränderungen zur neuen Saison geben. Die sportliche Leitung um Hans Drückes musste darauf reagieren, dass sowohl SG Kylltal II als auch SG Kylltal III in der letzten Saison vermehrt auf Standby-Leute setzen musste.

Weiterhin zieht es 7 ehemalige Kylltaler zum Nachbarn nach Kalenborn, Jonas Koch wechselt u.a. berufsbedingt zurück in die Heimat. Mehr als eine handvoll Spieler gehen in die fußballerisch sogenannte „Altersteilzeit“.

„Der Aktivenkreis war zuletzt unheimlich groß, über 60 Spieler haben unser Trikot in der letzten Saison getragen. Vielleicht ist das alles zu groß. Es ist aus unserer Sicht ein Problem, wenn es um Kameradschaft, Gemeinschaft und die oft vermisste Identifikation in der Truppe geht. Nun versuchen wir die Kräfte zu bündeln und im kleineren Kreis Konstanz und Spaß am Fußball aufzubauen“, wird Björn Thömmes, ebenfalls in der sportlichen Leitung vertreten, zitiert.

„Hier sollten die letzten Monate in der SG I der Anfang sein. Durch den Zusammenhalt und die richtige Einstellung haben wir den Klassenerhalt letztendlich geschafft, nicht durch die besonderen Einzelspieler. Wir haben immer noch eine Vielzahl an jungen Leuten, die den nötigen Fußballhunger zeigen, und nun die nächsten Schritte machen werden, wenn sie wollen. Hier muss der Fokus liegen!“, gibt Hans Drückes die Richtung für die Saison 18/19 vor.

Weiterhin sollen zur neuen Saison die ehemaligen Mannschaftskerne der SG II und III zusammenwachsen und somit den Unterbau der ersten Mannschaft bilden. Trainer dieser neu formierten Truppe wird Christian Krämer, der jahrelang aktiver Spieler der SG I war und nun mit seinem neuen Amt für neuen Schwung im Trainings- und Spielbetrieb sorgen soll.  

Während Beruf  und Alter normale Faktoren im Kreisklasse-Fußball sind, fallen die 7 Abgänge nach Kalenborn auf. „Das gefällt uns natürlich nicht wirklich. Wir verlieren sicherlich einige gute Kicker. Aber wenn ein zugegeben zurzeit attraktiver Nachbarverein lockt, und es im eigenen Konstrukt nicht optimal läuft, sind Abgänge heute leider normal und es entsteht eine gewisse Gruppendynamik. Der Bezug zum Heimatverein bzw. Ausbildungsverein steht heutzutage häufig nicht mehr an erster Stelle, bzw. wird schnell vergessen. Das ist schade, aber muss akzeptiert werden. Wir wollen die neuen Strukturen nutzen, die verbliebenden Aktiven und den Nachwuchs stärken und hier versuchen, die „SG Identität“ anders zu vermitteln. (……) Unser Ziel ist es natürlich nicht, der Ausbildungsverein für die Vereine in der Umgebung zu sein!“, stellt Patrick Burggraf fest.

„Besonders alteingesessenen Mitarbeitern, Fans oder Mitgliedern tut dies weh, wenn die jahrelange Arbeit, Ausbildung und Widmung nicht zielführend ist und in einem Wechsel endet“, sagt Drückes weiter.

„Es klingt vielleicht für manch einen seltsam, aber wir wünschen den Jungs, die wechseln, viel Erfolg bei ihrem neuen Verein, und dass sie dort schnell integriert werden und dem Fußball möglichst lange verbunden bleiben. Vor allem aber Gesundheit, denn das ist das Wichtigste bei aller Rivalität", so die sportliche Leitung.

„Die Personalrochade in Sachen Spielermaterial ist somit in vollem Gange. Natürlich sind alle, die gerne und zuverlässig kicken wollen, bei uns gerne als Spieler/innen gesehen. Der Kreis wird jetzt kleiner, aber das heißt nicht, dass es Berg ab geht. Im Gegenteil, wir wollen die Sache positiv angehen und weiter als Gemeinschaft  zusammenwachsen und das mit einer gewissen Attraktivität. In den neuen Mannschaftsstrukturen wird weiterhin jeder der will, seinem Hobby Fußball nachgehen können. Das sollen alle wissen und halten wir für extrem wichtig. Wir bleiben in Gesprächen mit unseren Jungs und  werden zum Vorbereitungsstart in Absprache mit den Trainern die Kader für die Saison 2018/19 präsentieren. Vielleicht können wir dann auch noch das ein oder andere Bonbon in die Mannschaften einplanen, jetzt wo Struktur und Trainerpersonal für die Saison 18/19 abschließend geklärt sind“, gibt Drückes einen aktuellen Einblick in die Kaderplanungen.

Indes gibt es bei den SG Kylltal Damen in der Bezirksliga ebenfalls gute Neuigkeiten. Nach dem guten 3. Platz in der vergangenen Saison bleibt auch hier das Trainerteam Hontheim/Weber bestehen und kann laut aktuellem Stand auf einen fast unveränderten und damit schlagkräftigen Kader in der Saison 18/19 setzen und wieder für attraktiven Damenfußball im Kylltal sorgen.

Weitere Informationen zur neuen Saison folgen im Laufe der Saisonvorbereitung.

Quelle: SG Kylltal Senioren